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Schadenersatz

Ein Schaden ist entstanden. Wer haftet – und in welcher Höhe?

Ob Vertragsverletzung oder unerlaubte Handlung: Schadenersatzansprüche setzen bestimmte Voraussetzungen voraus und müssen der Höhe nach nachvollziehbar dargelegt werden.

Nicht jeder Schaden begründet automatisch einen Ersatzanspruch. Entscheidend sind die Anspruchsgrundlage, der Nachweis der Pflichtverletzung und eine nachvollziehbare Berechnung des Schadens.

Vertragliche und außervertragliche Ansprüche

Schadenersatzansprüche können sich aus der Verletzung vertraglicher Pflichten oder aus unerlaubter Handlung ergeben. Je nach Grundlage unterscheiden sich die Voraussetzungen sowie die Darlegungs- und Beweislast.

Voraussetzungen im Überblick

  • Pflichtverletzung oder schädigendes Ereignis
  • ein tatsächlich entstandener Schaden
  • ursächlicher Zusammenhang zwischen Pflichtverletzung und Schaden
  • Vertretenmüssen (Verschulden), soweit erforderlich

Welche Schäden ersetzt werden können

Neben Reparatur- oder Wiederbeschaffungskosten kommen je nach Fall weitere Positionen in Betracht, etwa Sachverständigenkosten, Nutzungsausfall, entgangener Gewinn oder vorgerichtliche Rechtsanwaltskosten.

Mitverschulden beachten: Ein Mitverschulden auf Seiten des Geschädigten kann den Ersatzanspruch mindern. Auch dies ist im Einzelfall zu bewerten.

Verjährung im Blick behalten

Schadenersatzansprüche unterliegen der Verjährung. Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt drei Jahre, wobei Beginn und mögliche Sonderregelungen im Einzelfall zu prüfen sind. Eine frühzeitige Prüfung verhindert, dass Ansprüche ungenutzt verjähren.

Beweise sichern

  • Fotos und Videos des Schadens
  • Kostenvoranschläge, Rechnungen und Gutachten
  • Schriftverkehr mit der Gegenseite
  • Zeugen sowie Unfall- oder Schadenprotokolle

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Häufige Fragen

Muss ich den Schaden selbst nachweisen?

Grundsätzlich trägt der Geschädigte die Darlegungs- und Beweislast für Schaden und Kausalität. Eine sorgfältige Dokumentation ist deshalb wichtig.

Werden auch Anwaltskosten ersetzt?

Vorgerichtliche Rechtsanwaltskosten können unter bestimmten Voraussetzungen als Schadensposition geltend gemacht werden.

Was passiert bei einem Mitverschulden?

Ein Mitverschulden kann zu einer Anspruchskürzung führen. Das Ausmaß hängt von den Umständen des Einzelfalls ab.

Schaden entstanden und die Gegenseite reagiert nicht?
Vor weiteren Schritten kann eine rechtliche Prüfung sinnvoll sein.
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